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Pfalzgraf Ruprecht III., 1404 apr. 8, ohne Ort: Kg. Ruprecht, Burkhart von Lützelstein, domprobst...

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Herrscher: Pfalzgraf Ruprecht III.

Datum: 1404 apr. 8

Ort: ohne Ort

Nummer: 3424

Regestentext: Kg. Ruprecht, Burkhart von Lützelstein, domprobst zu Strassburg, und gr. Johann von Lyningen-Ruxingen schliessen einen burgfrieden in ihrer gemeinen veste Einartßhusen, der geht also verre als von derselben vesten vntz gein wildesperg zu der kirchen vngeverlichen uber berg und ubertal«. Die gemeiner dürfen sich aus dem schlosse gegen jedermann behelfen nur nicht gegen einander. Jeder darf enthalten, wen er will, doch dass keiner den andern schädige. Die amtleute schwören allen drei herren. Verzichtsbriefe auf freiheit etc. gelten nicht für diesen burgfrieden. Der enthalt ist zugleich mit erlegung des entheltnußgelts anzukündigen. Letzteres beträgt für einen fürsten oder eine stadt 40 fl. und 4 armbrüste, einen herrn 20 fl. und 2 armbrüste, einen ritter oder knecht 10 fl. und eine armbrust. Frühere anmeldung geht vor. (Folgen die üblichen bestimmungen über enthalt von feinden des andern teils). Keiner soll den andern wegen seines anteils »rechtfertigen«. Neue gemeiner können nur mit genehmigung aller aufgenommen worden. Die veste soll gemeinsam behutet werden (iglicher nach siner anzale). Bei belagerung soll jeder nach kräften helfen. Folgen die üblichen strafbestimmungen über streitigkeiten der knechte: einfacher schlag 14 tage turm, blutrünstiger schlag 1 monat turm und 3 schilling ₰, meissel wunde 2 monat turm und 5 ℔ strassbg. ₰. Totschlag gerichtliches urteil.) Streit unter den gemeinern schlichtet als obmann Ludemann herr zu Liechtenberg mit je 2 beisitzern. Wer sich nicht fügt oder nicht erscheint, zahlt 1000 fl. busse Sein teil verfällt dem geschädigten, dem selbsthilfe erlaubt ist. Johann von Leiningen erklärt, dass im falle Burkhart von Lützelstein sich mit einem ehelichen weibe »veränderte« von seinen 1 1/2 4 das halbe viertel letzterem zufällt. Die erben folgen nur gegen beeidigung des burgfriedens nach. Geht das schloss verloren, so müssen alle nach kräften an der wiedererlangung mitarbeiten. Die gemeiner geloben und beschwören den burgfrieden. Ludemann v. L. verspricht sein amt als schiedsmann gewissenhaft auszuüben. Er und die gemeiner siegeln. 2 Or. Strassburg. Bez.-A. E. 1390 nr. 2 u. E. 143. Copb. 895, 295 b . K