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Otto III., 999 (Anfang September),, Farfa.: Tod Erpos, den der Kaiser zum Nachfolger Francos i...

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Herrscher: Otto III.

Datum: 999 (Anfang September),

Ort: Farfa.

Nummer: 1324e

Regestentext: Tod Erpos, den der Kaiser zum Nachfolger Francos in der Leitung des Bistums Worms ausersehen hat.
Überlieferung: Vita Burchardi c. III, SS. 4, 833 u. c. IV. ib. 834. - DD. O. III. Nr. 331, S. 759 f. ... pro remedio animę Herphonis qui ... ibi (se. Farfa) fuit et ibi modo mortuus est. - Thietmar IV, 62 S. 202.
Kommentar: Erpo war ein Halberstädter Geistlicher, der als Kapellan und Freund des Kaisers mit der Beaufsichtigung der Verwaltung des Klosters Farfa betraut worden war (Vgl. DO. III. 276, Reg. 1260; M. Uhlirz, Deutsches Gefolge 29). Die Regelung der Nachfolge Francos hatte unerwartete Schwierigkeiten bereitet. Er hatte dem Kaiser seinen Bruder Burchard empfohlen, doch machten sich verschiedene Einflüsse geltend, um dessen Nachfolge zu verhindern. Man befürchtete offenbar, daß er eine ähnliche Vertrauensstellung bei dem Kaiser einnehmen werde, wie sein Bruder Franco. Vgl. Vita Burchardi w. o. 833; Jbb. O. III. S. 307. - Vor allem scheint sich die Erbitterung über die Unterordnung der reichen Abtei Lorsch unter das Bistum Worms, die auf Betreiben Francos auf der Ostersynode beschlossen worden war (Reg. 1305 d), ausgewirkt zu haben. Nach dem Tode Francos wurde diese Unterordnung wiederaufgehoben und das Kloster Lorsch erhielt eine Bestätigung seiner alten Freiheiten durch Papst Silvester II. Vgl. Reg. 1329 c. - Erpo ist drei Tage nach seiner Erhebung zum Bischof von Worms noch vor seiner Abreise in Farfa verschieden. Auch der Kapellan Razo aus Bremen, den der Kaiser nach dem Tode Erpos zum Bischof von Worms bestimmte, ist auf der Fahrt nach Deutschland in Chur gestorben. - Razo hatte auf Anordnung des Kaisers die Gebeine des Papstes Benedikt V., der 964 auf der römischen Synode als Gegenpapst zur Strafe der Verbannung begnadigt worden und einige Zeit später in Hamburg gestorben war, nach Rom zurückgebracht, wo sie beigesetzt wurden. Vgl. Thietmar IV. c. 62 S. 202; Köpke-Dümmler, Jbb. O. I. 362 ff.