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Regesta Imperii

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Heinrich VI., 1197 Juli 28, Linaria: bekundet, daß der Markgraf Otto von Brandenburg (...

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Herrscher: Heinrich VI.

Datum: 1197 Juli 28

Ort: Linaria

Originalangabe: (in Linaria quinto kal. Augusti)

Nummer: 602

XXVIII VII III XV
Regestentext: bekundet, daß der Markgraf Otto von Brandenburg (Otto Brandenburgensis marchio) und sein Bruder, Graf Albert (comes Albertus frater eius) ihre Güter in der Mark Brandenburg (in ducato transalbino seu marchia Brandenburgensi) und in allen zu dieser Mark gehörigen Grafschaften sowie in den Grafschaften der Grafen Dietrich von Sommerschenburg und Otto von Falkenstein (in comitatibus Theoderici illustris de Sommersenborch et nobilis viri Ottonis de Falkenstein comitum) der erzbischöflichen Kirche zu Magdeburg (Magdeburgensi ecclesie) übertragen und vom Erzbischof, seinen Kanonikern und seiner Familia das Versprechen erhalten haben, über Jahr und Tag (transacto anno et sex hebdomadis a tempore collationis) mit allen diesen Gütern vom Erzbischof oder seinen Nachfolgern belehnt zu werden, daß fernerhin der Markgraf und sein Bruder diese Güter wie auch diejenigen, die sie schon bisher von der Magdeburger Kirche zu Lehen hatten, ihren Kindern, Söhnen oder Töchtern, übertragen können, die auch als Minderjährige die Güter mit allem Recht und mit den Einkünften (cum omni iure et eo, quod anevelle vocatur) besitzen sollen, und daß der Erzbischof, die Domkanoniker und 50 Ministeriale mit ihren Söhnen diese Übereinkunft eidlich bekräftigt haben, wie Briefe beider Seiten an ihn (den Kaiser) darlegten, und bestätigt diese Vereinbarung und dieses Versprechen. Zeugen: Guillelmus Reginus archiepiscopus, Samarus Tranensis archiepiscopus, Bonushomo Cusentinus archiepiscopus, Wulfkerus Pattaviensis episcopus, Rudolfus Verdensis episcopus, Thiedericus Traiectensis prepositus, Ludewicus dux Bawarie, Corradus marchio de Landesberc, Conradus dux Spoleti, Albertus comes de Werningerode, Albertus de Droiz, Marquardus senescalcus marchio Ancone et dux Ravenne, Henricus pincerna de Lutra. Conradus Hildenseymensis episcopus imp. aule cancellarius una c. d. Gualterio Troi. ep. et regni Sic. canc. - „Licet universorum rationabilibus et iustis desideriis”.
Überlieferung: Hs.: Orig., Magdeburg, Staatsarchiv (Rep. U 1 I) (A). - Faks.: KUiAbb. Liefg.X Tafel 20 a. - Drucke: Ludewig, Reliquiae manuscript. XI Nr. 59 (S.603-605) (unvollständig); Bekmann, Hist. Beschr. d. Chur u. Mark Brandenburg II, 5 lib.I, 1 Nr. VIII (Sp.26-27) (mit V id. Augusti); Sagittarius, Hist. archiep ... .Magdeburg. IV (in: Boysen, Allg. hist. Magazin II) S. 94-96; Scheid, Orig. Guelf.IV Nr.60 (S. 153-155) aus Ludewig; Gercken, Cod. dipl. Brandenburg. III Nr. 11 (S.65-67) = Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. III, 1 Nr. 5 (S.7-8); Posse, Cod. dipl. Saxoniae regiae I, 3 Nr.24 (S.22-23) aus A (unvollständig). - Reg.: Böhmer 2897; Toeche 478; Stumpf 5071; Mülverstedt II 76; Clementi 121.
Kommentar: Vgl. Reg. 599 . - Nach Walter, Reichskanzlei S. 59 sind Chrismon und Monogramm von Heinricus E (= Konrad von Scharfenberg) geschrieben, vgl. auch KUiAbb. Text S. 428 u. Zinsmaier, Urkk. Philipps v. Schwaben u. Ottos IV. S. öl, nach dem aber (vgl. S. 48 ff.) PhE (= H 5) nicht mit Konrad von Scharfenberg zu identifizieren sei. In dem zweiten an der Ausfertigung beteiligten Schreiber sieht Schum, KUiAbb. Text aaO wegen der Schrift und der Orthographie einen Italiener. - Zur gemeinsamen Rekognition des Reichskanzlers mit dem sizilischen Kanzler in Urkunden, die im Königreich Sizilien für auswärtige Empfänger ausgestellt wurden, vgl. Bresslau, Hb. d. Urkkl. I 2 S. 501 u. Anm.5.