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Regesta Imperii

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Otto II., 979 Anfang November-Dezember.: Kurzer Feldzug des Kaisers wohl gegen die Polen, v...

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Herrscher: Otto II.

Datum: 979 Anfang November-Dezember.

Nummer: 798a

Regestentext: Kurzer Feldzug des Kaisers wohl gegen die Polen, von dem nur wenig aus einer gelegentlichen Erwähnung in den Gesta epp. Camerac. I, c. 101 (MG. SS. VII. 442 f.) bekannt ist: Siquidem imperator a finibus sui regni procul remotus super Sclavones, quos adversum ierat, expugnandos morabatur. c. 102 (443): Iam vero brumalis intemperiei pruinis incumbentibus, imperator revocata manu a bello, ad villam Polidam, propriam videlicet sedem, in natale Domini est reversus. Damit dürfte eine Stelle in Brunonis vita s. Adalb. c. 10 (MG. SS. IV. 598) im Zusammenhang stehen: Actum est bellum cum Polanis, dux eorum Mesico arte vicit; humiliata Theutonum magna anima terram lambit; Otto pugnax marchio laceris vexillix terga vertit, da anzunehmen ist, daß der Zug Ottos II. von der Niederlage des genannten Markgrafen Hodo veranlaßt wurde. Denn es kann sich nur um einen Krieg gegen Polen handeln, weil mit Boleslaw II. von Böhmen seit 978 Friede bestand und weil die Heirat Herzog Misekos mit Oda, einer Tochter des Markgrafen Dietrich von der sächsischen Nordmark, um diese Zeit sehr wohl als eine Folge des siegreichen Unternehmens zu betrachten ist.
Kommentar: So Giesebrecht Jb. S. 59, vgl. auch S. 147 f.; KZ. I5, S. 583; Ludwig Giesebrecht Wend. Gesch. I, 255; Zeissberg im Arch. f. österr. Gesch. 38, S. 87, vgl. auch S. 84 und 104 ff.; Sickel, Erläut. S. 175; Richter-Kohl Annalen HI, S. 132, und neuestens, allerdings wohl zu entschieden, Holtzmann Kaiserzeit S. 264. Dagegen Uhlirz Jb. S. 127, A. 29, der nicht recht begründet einen Feldzug gegen die Wenden annehmen möchte.